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Hübsch, erfolgreich, trotzdem Single! – Warum?

Hübsch, erfolgreich, trotzdem Single! – Warum?
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Die meisten Singles geben bei Befragungen an, dass ihnen das Aussehen des potenziellen Traumpartners „nicht so“ wichtig ist. Ganz hoch im Kurs steht nach allgemeiner Ansicht der Charakter.
Oder auch nicht. Tatsächlich ist das nur die halbe Wahrheit. Den auch bei der Partnerwahl „isst das Auge“ mit. Die Macht des ersten Eindrucks ist daher entsprechend unglaublich groß und das Aussehen spielt dabei eine maßgebliche Rolle. Aber dann müssten doch eigentlich alle reizenden Exemplare auf dem Partnermarkt schon vergeben sein. Nun, dem ist nicht so. Fragt sich nur: warum?

Einsam durch hohe Attraktivität

Viele Singles legen alles in die Waagschale, um reizvoll und attraktiv zu wirken. Dadurch steigert man den Marktwert und zieht eher Vertreter des anderen Geschlechts an, die ebenfalls über ihr Aussehen nicht besorgt sein müssen. Gerade wenn es um Äußerlichkeiten geht, greift das Motto „Gleich und Gleich gesellt sich gern“.
Der Nachteil, der sich für sehr ansehnliche Singles ergibt, lautet: Je dünner die Luft wird (Attraktivität gibt es nicht wie Sand am Meer), desto schwieriger kann sich das Unternehmen Partnersuche gestalten.

Endlose Wunschliste

Problematisch kann das Projekt Partnersuche dann werden, wenn man vom potenziellen Lebenspartner unbedingt(!) denselben Attraktivitätsgrad beziehungsweise gar einen höheren erwartet; dann wird die Luft möglicherweise noch dünner.
Interessant ist, dass selbst Singles mit viel zu hohen Ansprüchen häufig gar nicht merken, dass sie selbst infolge ihrer Erwartungshaltung ständig Misserfolge bei der Partnersuche herbeiführen. „Normalos“ werden nämlich vorauseilend abgewehrt („Nicht hübsch genug, weiche von mir!“), vielleicht schon durch eine abweisende Körpersprache.
In einem solchen Fall schadet Selbstreflexion nicht. (Etwa: Wer kann überhaupt wirklich meine Erwartungen erfüllen? Woher kommen meine extrem hohen Ansprüche? Welche Vor- und Nachteile haben sie mir bisher gebracht?).

Wenn immer die anderen „schuld“ sind

Aber das beschriebene Dilemma – hohe Attraktivität kann bei der Partnersuche ein Fluch sein – wird auch von der Wahrnehmung der Zielgruppe mitgetragen. Hierzu muss man sich klarmachen, dass etwa schon Vorurteile, die Sympathie oder Antipathie provozieren, überall dort eine Rolle spielen, wo Menschen miteinander zu tun haben. Attraktive Menschen werden zwar im Allgemeinen positiv bewertet, nicht aber unbedingt im Speziellen, genauer gesagt, bei der Partnersuche. Oft heißt es: „Hübsch = arrogant/eingebildet“.
Fazit: Man tut gut daran, nicht alles auf die Karte Schönheit zu setzen – und zwar in Hinsicht auf sich selbst (man muss nicht immer „Hammer“ aussehen) und die anderen (er/sie muss nicht immer umwerfend aussehen).

Foto: © Coka / Fotolia