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Frauen, Männer und die Vorurteile

Frauen, Männer und die Vorurteile
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Kurzanleitung für eine saubere Gesinnung: Nun wollen wir mal alle in uns gehen, um zu gucken, was sich dank unserem einfach strukturierten Schubladendenken im Laufe der Zeit so an falschen Meinungen in den einzelnen Fächern zum Vergammeln angesammelt hat – und dann gründlich ausmisten! Sind irgendwann endlich sämtliche verstaubten Voreingenommenheiten in der Gedankenmüllverbrennungsanlage entsorgt, müssen wir anschließend unbedingt mit scharfem Desinfektionsmittel drohende Neubildungen im Keim ersticken, damit sich nicht gleich wieder übelriechende Nester bilden.

Denken

Männer haben nur Sex im Kopf

Mag ja sein, denn wenn das Hirn sich vorwiegend nach unterhalb der Gürtellinie orientiert, wäre ja oben ein Hohlraum frei für solcherlei Gedanken, aber es stimmt trotzdem nicht. Da schwirrt noch einiges andere unter der maskulinen Schädeldecke herum, nämlich Fußball, Autos und die große Frage nach dem Sinn des L(i)ebens hinter der körperlichen Belustigung.

Fahren

Frauen können nicht einparken

Nur weil nicht immer gleich der erste Versuch gelingt, sind Damen noch lange nicht zu dämlich, den Wagen ordentlich abzustellen, sie lassen sich eben ein bisschen mehr Zeit dazu. Vielleicht steht das Auto eher schräg, halb auf der Fahrbahn oder mit dem Heck an der Straßenlaterne, aber das ist die weiblich kreative Art, das fade Straßenbild etwas aufzuhübschen.

Merken

Männer hören nie zu

Das halten wir mal lieber für ein Gerücht, denn wenn die richtigen Wörter fallen, spitzen die Kerle schon die Ohren und hören dann sogar mehr, als überhaupt gesagt wird. Bett, Sex, Bier sind solche akustischen Reize, die bei Berührung mit männlichen Trommelfellen ihre innere Stimme von zünftigen Krawallen oder erotischen Abenteuern ganze Romane erzählen lassen.

Reden

Frauen sind Tratschtanten

Aber nein, so kann man das ja nicht sagen! Eine ausgeprägte Gesprächsbereitschaft ist wohl vorhanden, auch großes Interesse an anderen und eifriger Informationsverbreitungswille, doch diese Bemühungen dienen vorwiegend dem lebendigen Miteinander, schließlich profitiert besonders die zwischenmenschliche Beziehungsfindung reichlich davon.

Fühlen

Männer leugnen Gefühle

Wem der Glaubensspruch „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ mit der Muttermilch und mithilfe von Vaters starker Hand eingetrichtert wurde, der traut sich lebenslang nicht mehr zu heulen. Kommen nun irgendwelche tränengetränkten Emotionen auf sie zu, panzern die Herren vorsichtshalber ihre Seele und das wird ihnen dann als Gemütsverrohung vorgeworfen.

Kaufen

Frauen sind shoppingsüchtig

Besonders auf Schuhe sollen sie es angeblich abgesehen haben, so ein Quatsch! Selbstverständlich achten Damen darauf, den Augen der Herren Wohlgefälliges in schöner Abwechslung zu bieten, das erfordert schon ein gewisses Maß an Mode und wer mit beiden Beinen fest im Leben steht, der braucht auch genug hübsche Fußbekleidung.

Schaffen

Männer mit Heimwerkerallüren

„Das kann ich selber viel besser“, tönt so mancher Mann, dieweil er zeigt, wo der Hammer hängt und was sein Akkuschrauber alles kann. Dass er dann leider hauptsächlich als Nerven-Säge wahre Meisterleistungen vollbringt, liegt aber an der Partnerin, die seine fingerfertigen Fähigkeiten anzweifelt und ihn damit unter Erfolgsdruck setzt.

Polieren

Frauen leiden am Schönheitswahn

Intensivierte Körperpflege kostet Zeit, klar, dass es oft etwas länger dauert, bis alles fleckenlos glänzt, wenn sich das hübsche Geschlecht im Bad verbarrikadiert – bei Bedarf auch mal für ein komplettes Wochenende. Das einfache „Aufbrezeln“ für den Gang zum Mülleimer geht aber blitzschnell und nach knapp 45 Minuten ist frau perfekt gestylt entsorgungsbereit.

Lieben

Männertreu gibt’s nur als Blume

Jagdinstinkt, affenartiges Imponiergehabe und ein unstillbares Eroberungsbedürfnis sind genetisch bedingt, da mag sich mancher mannhaft widersetzen, er wird doch wieder über feste Treuevorsätze stolpern angesichts der Versuchungen, die auf schönen Beinen seinen Weg kreuzen. Ach, das Fleisch ist so willig, da wird der Geist halt schwach.

Sorgen

Frauen mutieren zu Muttertieren

Ihr Familienbildungswille zeigt sich schon in jungen Jahren, wenn sie zum Mama-Papa-Kind-Spiel die nötigen Jungs aus dem näheren Umfeld rekrutieren, ob die wollen oder nicht. Es ist aber lediglich der natürliche Fortpflanzungstrieb zur Arterhaltung, der den weiblichen Wunsch, geheiratet zu werden schürt mit entsprechender Klammertendenz.

Foto: © Bobex73 / Fotolia