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Romantik – „Schau mir in die Augen, Kleines!“

Romantik – „Schau mir in die Augen, Kleines!“
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Vielen Männern sagt man nach, sie hätten keinen Sinn für Romantik. Hinter solchen Aussagen steckt so mancher Frust, manchmal ist es aber einfach nur ein Vorurteil.
Fakt ist: Romantik ist nicht nur, wie man denken mag, Frauensache. Viele Vertreter beider Geschlechter sind offen für das Thema, nicht wenige haben auch bestimmte Erwartungen.
Man geht nicht fehl, wenn man in Sachen Romantik seine Schokoladenseiten zum Ausdruck bringt.

Was ist eigentlich Romantik?

„Küss die Hand, gnädige Frau!“

Zunächst müssen wir ganz unromantisch feststellen: Die sogenannte romantische Liebe, die in vielen Hollywoodfilmen in Tausenden Variationen immer wieder dargestellt wird und die sich viele von uns wünschen – ist eine Erfindung aus dem 19. Jahrhundert. Genauer gesagt sind wohl einige englische Schriftstellerinnen dafür verantwortlich, dass sich diese Vorstellung bis heute durchgesetzt hat.
Unter Romantik versteht man heute in etwa Folgendes: originelle Liebeserklärungen, den Partner mit einem Candle-Light-Dinner überraschen, ihm Liebesgedichte schicken, ihm die Wünsche von den Augen ablesen, ihn durchschauen, ihn mit einem Urlaub an einem exklusiven Ort überraschen usw.

Romantik und die „wahre Liebe“

„Wie romantisch!“

Wenn wir an die „wahre Liebe“ denken, so taucht direkt daneben meistens auch der Begriff Romantik auf. Daran „Schuld“ sind auch die oben schon erwähnten Hollywoodfilme; vor allem dann, wenn man viele von ihnen verschlingt.
Natürlich schadet es nicht, wenn man auf Romantik hin und wieder Wert legt. Aber man sollte einen Mittelweg zwischen Schwärmerei und Nüchternheit finden.
Wer die Sache extrem nüchtern sieht („Ich bin halt nicht romantisch, Punkt!“), verschenkt viel Glückspotenzial.

Romantik in Liebesromanen und -filmen

„Es ist so schön zu sehen, wie du atmest!“

Unrealistische, extreme Lektüre oder überzogene Filme können die Erwartungen an die Romantik in der eigenen Partnerschaft in irrationale Höhen treiben. Als „extrem“ kann man Situationen beschreiben, in denen einer der beiden Verliebten für den anderen sein Leben opfert (siehe „Titanic“) oder ihn stundenlang voller Glück beim Schlafen nur ansieht („Twilight“), als wäre es quasi selbstverständlich.
Wenn Leser und Zuschauer sich an solchen (unerreichbaren) Idealen orientieren, verblasst die eigene Beziehung gnadenlos. Das muss nicht sein!

Romantik beim Flirt

Zwischen Small Talk und Schleimerei

Romantik beim Flirt ist ein heikles Thema. Schnell verwischt die Grenze zwischen Small Talk und Schleimerei („Du bist so hübsch, ich kann es kaum fassen!“). Daher sollte man gerade beim Flirt den romantischen Aspekt lieber ausblenden und sich auf eine ordentliche Außendarstellung bemühen. Zeigen Sie, dass Sie(!) interessant sind – der andere kann sich bitteschön auch mal bemühen!

Romantik beim ersten Date

Grundregeln

Wenn das erste Date mit einem netten Flirt ansteht, den man einige Tage zuvor kennengelernt hat, so gilt auch in diesem Fall: Nicht zu sehr auf die Tube drücken! Leicht setzt man den anderen unter Druck – nach dem Motto „Du bist der/die Einzige für mich!“
Noch nachteiliger können sich die Dinge entwickeln, wenn das Gegenüber meint, der Romantiklevel wäre immer so hoch! Das hält aber niemand auf Dauer durch.

Romantik in der Partnerschaft

Auf die Kleinigkeiten kommt es an

Wohl die Mehrheit der Menschen, die in einer festen Partnerschaft leben, läuft romantiktechnisch irgendwann auf Autopilot. Denn bekanntlich gewöhnt man sich aneinander, schaltet automatisch einen Gang runter.
Das ist ganz normal, aber man muss aufpassen. Die Liebe erfordert Arbeit. Man darf sich nicht zurücklehnen! Legen Sie Wert auf Kleinigkeiten. Kochen Sie mal spontan für Ihre große Liebe, streuen Sie einmal pro Woche eine Überraschung ein.
Das alles kurbelt die Partnerschaft wieder an!

Foto: © Halfpoint / Fotolia