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Das sind die Anzeichen einer falschen Liebe

Das sind die Anzeichen einer falschen Liebe
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Die „wahre Liebe“. Wie wollen sie alle erleben. Doch was heißt das genau, die wahre Liebe? Schwierig zu bestimmen, oder? Wer jetzt sagt: „Wenn mir der andere alle Wünsche von den Augen abliest und erfüllt“, der hat natürlich auch eine Vorstellung davon. Aber seine/ihre Erwartung wird mit Sicherheit nie ganz erfüllt werden können. Man sieht schnell, das Ganze hat viel mit eigenen Erwartungen zu tun.
Dafür lassen sich aber einige allgemeine Alarmzeichen festmachen, die dafür sprechen, dass man einer falschen Liebe verfallen ist. (Betreffende sehen das manchmal auch, können sich aber dennoch nicht lösen.)

Wenn einer mehr nimmt

Ein Anzeichen einer falschen Liebe kann Folgendes sein: Einer der beiden fordert vom anderen mehr ein, als dieser eigentlich freiwillig aufbringen würde („Wenn du mich liebst, dann …!“). Nun mag es ja devote Partner geben, die genau dieses Thema bevorzugen („Gerne!“). Wir gehen jetzt aber mal von dem Fall aus, dass das Ganze sich die Waage halten soll. Fordert nun einer beiden mehr ein, so tut der andere ihm/ihr die vielen Gefallen – aber nicht freiwillig! Auf Dauer kann auf diese Weise eine dramatische Unzufriedenheit aufseiten des Benachteiligten entstehen. Die Gegenseite sieht sowas naturgemäß nicht so dramatisch: Sie genießt das!

Wenn einer mehr gibt

Aber wie sieht es mit dem aufopferungsvollen Part aus? Er kocht etwa bereitwillig regelmäßig, spielt den Privat-Taxifahrer und den Babysitter bei Bedarf, stellt sich für Sex zur freien Verfügung usw. Kurz gesagt: Eine der beiden kommt schlicht und einfach zu kurz. Das kann sogar so weit gehen, dass man sich für den anderen auch noch verschuldet, weil er gerade in einer Notsituation ist (mal wieder).
Natürlich erwartet der benachteiligte Part, dass sich der andere irgendwann dafür sehr dankbar zeigen wird. Aber das muss gar nicht so sein!

„Ich kann mich halt im Moment nicht trennen, das musst du verstehen!“

Die beschriebenen Verhältnisse können sich eine Ewigkeit hinziehen. Ohne Ende. Betroffene können mit Sicherheit ein Lied hiervon singen. Sie leben permanent in einer Art Anspannung: zwischen Hoffnung und Resignation. Nicht selten ist der oder die andere verheiratet. „Unglücklich“, versteht sich. Man solle noch Geduld haben. Die Hoffnung wird natürlich durch Geschenke und sonstige Aufmerksamkeiten und Versprechen aufrechterhalten. Wenn das Ganze mehr als ein halbes Jahr geht, sollte man sich vielleicht mal eine zentrale Frage stellen.

Was will ich eigentlich?

Und die Frage lautet (zugegeben, sie klingt für Betroffen nicht sonderlich angenehm): Erlebe ich nicht gerade das, was ich eigentlich brauche? Anders gefragt: Wieso habe ich mich überhaupt auf so eine Geschichte eingelassen? Vorschnell würde man die Umstände und die andere Partei dafür verantwortlich machen. Aber das ist wahrscheinlich eine Art Selbstmanipulation.
Kurz gesagt: Vielleicht hat man einfach derzeit Angst vor zu viel Nähe und „braucht“ so eine Konstellation. Sorgen Sie für Abstand, kommen Sie mit Freundinnen und Freunden ins Gespräch. Dann sehen Sie klarer!

Foto: © Angel_nt / Fotolia