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Burnout ist auch ein Liebeskiller

Burnout ist auch ein Liebeskiller
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Millionen Menschen leiden während ihres Arbeitsalltags – psychisch wie körperlich. Fragt sich, was schlimmer ist. Jedenfalls kann berufliche Überlastung, wenn sie dauerhaft vorliegt und sich zementiert, schrittweise ein Burnout verursachen. Dann „geht“, wie man sagt, körperlich und psychisch gar nichts mehr. Der (oder die) Betreffende braucht professionelle Hilfe. Auch die Liebe leidet unter den Burnout-Phänomenen.

Die Macht der Chefs und Kollegen über den Betrieb hinaus

In Hinsicht auf die Ursachen des Burnouts lässt sich (leider) feststellen: Häufig sind es die „lieben“ Chefs, Kolleginnen und Kollegen, die einen mehr oder weniger auf kleiner Flamme in Richtung Ausgebranntsein köcheln. Die kleinen und großen sadistischen Grausamkeiten, die einem angetan werden, brauchen wir hier gar nicht aufzuzählen, die kann sich jeder selbst ausmalen.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber: Entsprechend Benachteiligte nehmen den Stress mit nach Hause und belasten entweder offensichtlich (Aggressionsabfuhr an Familienmitgliedern) oder verdeckt (Alkohol- und/oder Medikamentenmissbrauch) das soziale Umfeld.

Wenn die Lieben mitleiden

Die Lebenspartner können viel für den Benachteiligten tun (wenn sie trotz seiner Verhaltensauffälligkeiten dazu motiviert sind): aktiv zuhören, Mut zusprechen usw. Doch wenn die Verhältnisse am Arbeitsplatz extrem sind oder werden, steigt der Leidensdruck auch zu Hause, und zwar kollektiv(!). Irgendwann haben verständlicherweise auch die Angehörigen Schwierigkeiten mit dem Thema („Jetzt fängt der/die schon wieder damit an!“).
Natürlich wird die Paar-Sexualität infolgedessen schrittweise auf null runtergefahren. Die „bessere Hälfte“ mag dies vielleicht verschmerzen. Doch auf Dauer ist nichts gewonnen, wenn man nichts unternimmt. Man muss gegensteuern, und das am besten gemeinsam.

Burnout – eine Chance für die Liebe?

In Hinsicht auf die Bekämpfung eines drohenden Burnouts gilt: Die Partner (beziehungsweise die ganze Familie) können als Team agieren und dem Feind auf Augenhöhe begegnen. Wichtig ist, dass alle Möglichkeiten (und deren mögliche Folgen) besprochen werden, mitsamt den damit verbundenen Ängsten (eventuell: Arbeitsplatzwechsel, Kur, Kontaktaufnahme mit dem Arbeitsgericht, Psychotherapie usw.). In solchen Situationen zeigt sich übrigens, ob sich das Paar wirklich liebt. Am Traualtar sagt es sich leicht: „In guten wie in schlechten Zeiten!“ Und die Zeit vor, während und nach dem Burnout ist wahrlich eine schlechte.

Foto: © Vadim Guzhva / Fotolia